Die Sage vom Tribulaun

Vor langer Zeit wohnte einmal ein Berggeist am Gschnitzer und Pflerscher Tribulaun. Er war stark wie ein Riese, tat aber niemandem etwas Böses zuleide, denn er war ein guter Berggeist.

Die Menschen aus den Tälern gingen oft zu den Tribulaunen und erzählten dem Berggeist Geschichten aus den Tälern und aus der Welt. Der Berggeist freute sich, wenn die Menschen kamen, hörte ihnen gerne zu und schenkte ihnen zum Abschied ein kleines Stückchen Gold.

So vergingen viele Jahre, bis die Menschen immer habgieriger wurden. Sie erzählten dem Berggeist nur noch selten etwas, wollten aber immer mehr Gold haben. Dem Berggeist gefiel die Habgier der Menschen nicht. Er wünschte sich, dass sie wieder so bescheiden und freundlich wie früher waren und gab ihnen nichts mehr von dem Gold.

Da machten die Menschen einen Plan, um den Berggeist zu überlisten. Sie warteten, bis er schlief, schlichen dann leise zum Tribulaun und stahlen so viel Gold wie sie tragen konnten.

Als der Berggeist erwachte, sah er, was die Menschen getan hatten. Zornig nahm er große Felsbrocken und warf sie hinter den Menschen her. Vor Angst ließen sie das Gold fallen und rannten fort so schnell sie konnten.

Einige Zeit war es ruhig im Sandestal. Doch dann versuchten die Menschen wieder, das Gold zu stehlen. Aber der Berggeist passte auf - er schlief nicht mehr. Vor Müdigkeit wurde er immer zorniger auf die Menschen und schickte große Lawinen ins Tal.

Eines Tages stieg ein junger Mann den Weg zu den Tribulaunen hinauf und sang ein Lied dabei. Er hatte ein frohes und gutes Herz und bot dem Berggeist seine Hilfe an. Er wollte Wache halten, damit der Berggeist endlich schlafen konnte und wieder Frieden im Tal war.

Lange sah er Berggeist den jungen Mann an und schaute ihm tief ins Herz hinein. Er fand keine Lüge und keine Falschheit darin und glaubte ihm. Dann legte sich der Berggeist zum Schlafen in die Felsen nieder.

Der junge Mann baute neben den Tribulaunen eine kleine Hütte und konnte von dort aus das ganze Sandestal überschauen. Jedes Mal, wenn wieder einmal Menschen durch das Tal schlichen, weckte er den Berggeist und der vertrieb sie aus dem Tal.

Viele Jahre lebten der junge Mann und der Berggeist zufrieden miteinander an den Tribulaunen. Als aus dem jungen Mann ein alter Mann geworden war, bewachte sein Sohn den Schlaf des Berggeistes und nach ihm dessen Sohn. Als eine lange Zeit vergangen war, hatten die Menschen aus den Tälern den Berggeist vom Tribulaun und den Goldschatz vergessen.

Heute steht da, wo der junge Mann einmal sein kleines Haus gebaut hatte, die Tribulaun-Hütte. Gold findet man nicht mehr an den Tribulaunen, aber die Felsbrocken, die der Berggeist den Menschen hinterher geworden hat, kann man heute noch im Hintersandes sehen.

Auch den Berggeist gibt es noch, aber kaum jemand weiß, wo er ist. Doch wer Glück hat und das Gesicht des schlafenden Berggeistes im Felsen sieht, der kann sich etwas wünschen. Und wenn man seinen Wunsch so leise sagt, dass der Berggeist nicht erwacht, dann geht dieser Wunsch in Erfüllung.

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